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m 1. d. Mts. konnte unsere hiesige Freiwillige Feuerwehr ihr 8. Stiftungsfest und die Feier ihres nun 23 jährigen Bestehens begehen.
Wohl gelungene Übungen am Steigerturm und an den Löschgeräten leiteten sie ein. Dann begaben sich alle amtlich und nichtamtlich beteiligten Zuschauer der interessanten, für den Ernstfall überaus wichtigen Übungen nach dem Kampe`schen Hofe (der heutige Pfarrwinkel 7), der von dem Herrn Besitzer in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt war.
Stall und Scheune, dass war der zu Grunde liegende Gedanke, waren hier vom Feuer ergriffen. Mit 3 Rohrleitungen wurde, nachdem die für den Ernstfall erforderliche Absperrung der Brandstätte schnell markiert war, vorgegangen. Vom Brunnen auf dem Jubelberg, einem Brunnen auf dem Hofe selbst und einem auf dem Nachbargrundstücke kam das Wasser durch lange Schlauchleitungen in ausreichender Menge heran. Außer den Spritzenmannschaften, deren Arbeit bei der Länge der Schlauchleitungen eine überaus anstrengende war, beteiligten sich eine Anzahl jüngerer Leute fleißig und ausdauernd am Pumpen, und auch mehrere größere Schulknaben halfen an der im Hofe stehenden kleinsten Spritze mit.
Nach Abschluss dieser Übungen wurden die Löschgeräte mit Zubehör wieder an Ort und Stelle gebracht. Unter Vorantritt der Musik wurde dann in geordnetem Zuge zum Festlokale „Weißer Schwan“ marschiert. Hier begann nach getaner Arbeit die Feier mit einem Kommerz, an dem sich mit anderen Ehrenmitgliedern auch euer Pastor beteiligte. Wie dort, so spreche ich auch hier meine warme Anerkennung und herzliche Freude darüber aus, dass sich nun schon seit langen Jahren eine solche Anzahl wackerer Männer freiwillig bereit fand, Zeit und Kraft zu opfern, um nötigen Falles, - und das ist in den 23 Jahren schon oft geschehen- , Habe und Gut und Leben ihrer Gemeindegenossen vor der Gefährdung durch Feuer im Falle eines ausgebrochenen Brandes zu schützen und zu retten.
Das ist ein rühmliches Zeichen wackeren Gemeinsinnens, und gerade in unseren Tagen, wo viele immer nur an den eigenen Vorteil, die eigene Bequemlichkeit, den eigenen Willen denken und ihren persönlichen Nutzen dem Gemeindewohl voranstellen, ebenso dankens- wie nachahmenswert.
Jedem kräftigen, gesunden, jüngeren Manne unserer Gemeinde müsste, meine ich, nicht nur selbstverständliche Pflicht, sondern eine Freude und Ehre sein, sich an einem Werke, dass so lediglich dem Gemeinwohle aller dient, bei dem die leidigen Vermögens- und Standesunterschiede zurücktreten und Einer dem Anderen bei gemeinsamen Hilfswerke näher tritt, als Mitglied zu beteiligen. Hoffentlich bildet sich aus den Reihen der jungen Helfer, die bei der Übung sich so eifrig mitbeteiligten, ein zahlreicher, tüchtiger Nachwuchs für unsere wackere, freiwillige Feuerwehr. Das wäre das Festgeschenk für sie bei ihrer in 2 Jahren bevorstehenden 25 jährigen Jubelfeier.