er feierlichen Einsegnung unserer diesjährigen 50 Konfirmanden folgte auch in diesem Jahre wieder am Nachmittag ein vom Ortspfarrer veranstaltetes Zusammensein. Nachdem zuerst die Neukonfirmierten unter freundlicher Begleitung mehrerer Herren Lehrer auf einem schönen Spaziergang gemeinsam des sonnigen Wetters sich erfreut hatten, trafen sie mit dem durch eine Beerdigungsfeier bis dahin beanspruchten Pfarrer im Gasthofe „Zur Linde“ zusammen und wurden von ihm zunächst mit Kaffee und Kuchen erquickt. Während dessen füllten sich die Räume des großen Saales mit den Eltern, Verwandten, Freunden und Geschwistern der Konfirmierten und mit sonstigen erwachsenen Gemeindemitgliedern bis zum letzten Platze. Nun wurden die langen Kaffeetafeln hinausgeräumt, und dann begann ein fröhliches Feiern. Wohlgeübten, mehrstimmigen Chorgesängen der Konfirmierten, deren Einübung und Leitung Herrn Kantor Hofmeister zu danken waren, folgten ernste und heitere Deklamationen der Knaben und Mädchen. Dann begannen gemeinsame, fröhliche Gesellschaftsspiele unter Leitung des Ortspfarrers, die vielfach zu Ausbrüchen heitersten Lachens der Mitspielenden und der Zuschauenden Anlass gaben.
Schnell vergingen so die Stunden froher Luft. Noch einmal erfreuten mehrstimmige Chorgesänge alle Hörer. Dann wurde vom Ortspfarrer mit herzlichen Worten, die in einem brausenden Hoch aller Versammelten auf unseren Kaiser und König weiterklangen, unseres teueren Landesvaters gedacht und damit die Feuer im Gasthofe beendet. Unter Glockengeläute ging es nach kurzer Abkühlungspause noch einmal nach dem Gotteshause, wo Dankgebet und Danklied die Herzen empor zu dem richteten, dessen Güte und Barmherzigkeit uns diesen Tag mit Segen und Freude schenkte.
30er Jahre - Die Konfirmanden haben sich zu einem Gruppenfoto vor der Sankt-Georg Kirche aufgestellt
Unseren diesjährigen Konfirmanden ist auf Beschluss der Provinzialsynode zum ersten male ein kirchlicher Ausweis überreicht worden, worin auf der ersten Seite eine Bescheinigung über Geburt, Taufe und Konfirmation erteilt wird. Auf Wanderungen oder beim Beziehen in eine andere Gemeinde dient das Büchlein als Ausweis und erspart mancherlei Mühe und wiederholtes Nachsuchen um die genannten Bescheinigungen seitens der früheren Pfarrämter.