
uch hier weilten mehrere Hunderte kriegsgefangene Franzosen, Belgier und Russen. Zunächst waren Hilfskräfte beim Einbringen der Getreideernte nötig. Die dazu aus dem Gefangenenlager mit begleitenden Wachmannschaften überwiesenen Kriegsgefangenen, meist Franzosen und Belgier, arbeiteten am Tage bei den einzelnen Besitzern und übernachteten in einer der Arbeiterkasernen. Zur Arbeit in der Zuckerfabrik kamen dann auch Russen. Die Franzosen erhielten Quartier in dem dazu hergerichteten Saale des Wiekerschen Gasthofs (Weisser Schwan), da die Russen die Arbeiterkaserne beziehen mussten. Endlich musste wegen der vielen Einberufungen auch die Kolonne der Eisenbahnarbeiter durch weitere französische Kriegsgefangene verstärkt werden.
Für sie wurde in und an den Stallgebäuden am Bahnhofe eine Baracke eingerichtet. Ihre Verpflegung übernahm der Bahnhofswirt.
Bei der schon Anfang Dezember erfolgten Beendigung der Hauptarbeit in der Zuckerfabrik wurde eine große Zahl der dort beschäftigten Russen wieder ins Kriegsgefangenenlager zurückgesandt.