Der französische Kriegsgefangene Casimir Noyer

Kriegsgefangener Casimir Noyer,
bei den beiden Frauen handelt es sich
wahrscheinlich um ukrainische
Zwangsarbeiterinnen
(Die Aufnahme entstand in
Langenweddingen)
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Langenweddingen: Der französische Soldat Casimir Noyer geriet im Zweiten Weltkrieg in deutsche Gefangenschaft. Einige Zeit verbrachte er davon in Frankreich, kam dann aber nach Deutschland in das Strafgefangenenlager
Stalag XI - A in Altengrabow (auf dem heutigen Truppenübungsplatz). Seine Kriegsgefangenen- Nummer war 101633. Angekommen in Deutschland, wurde er als Kriegsgefangener zur Zwangsarbeit mit vielen anderen nach Langenweddingen gebracht. In dieser Zeit arbeitete er in der Getreide- und Futtermittelhandlung Adolf Rose.
So wie die anderen Kriegsgefangen und Zwangsarbeiter hier im Ort, arbeiteten sie am Tage bei den Bauern konnten sich aber im Ort frei bewegen. Die Nächte verbrachten sie unter Bewachung, in der Gaststätte Marquard (Rennberg), wo sie auf Strohsäcken schliefen. Die Wachmannschaften waren links, neben "Marquard", in einem anderen Gebäude untergebracht. Verpflegung erhielten sie bei dem Bauern für den sie arbeiten mussten.
1946 war Casimir Noyer wieder bei seiner Familie.

Wie Casimir Noyer später berichtete wurde er hier gut behandelt, was auch Briefe, die Adolf Rose noch nach dem Krieg an ihn schrieb zeigten. Damals antwortete Casimir Noyer nicht auf die Briefe, da er die Erinnerungen an den Krieg vergessen wollte.

Casimir Noyer
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Casimir Noyer mit anderen
französischen
Kriegsgefangenen in
Langenweddingen
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In der ehemaligen
Gastätte "Marquard"
am Rennberg
waren die Gefangenen
untergebracht
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Casimir Noyer

Casimir Noyer wurde am 8. Juli 1907 im Departement von Aveyron (Dorf : Campouriez) als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Als Jugendlicher ging er nach Paris, um dort seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dort besaß er später dann eine kleine Bar mit der er seinen Lebensunterhalt bestritt. Er starb am 13. März 1973.
Heute pflegt die Enkeltochter von Casimir Noyer, die in Paris lebt, wieder ein freundschaftliches Verhältnis zu den Nachkommen der Familie Rose, welche Sie erst im Jahr 1999 in Amerika wiederfand.


Zeitdokument
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