Aus den Kirchenbüchern von Langenweddingen

Zusammenstellung von Kuno Wolff, Altenweddingen 1977

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Medizinalpersonen der Vergangenheit

Auf der Suche nach Medizinalpersonen der Vergangenheit in unserem Kreisgebiet mußte ich feststellen, dass die Chroniken sich, soweit vorhanden, wenig oder gar nicht gekümmert haben.
Die Menschen wurden geboren, arbeiteten, heirateten und starben, ob früher oder später, dass war Schicksal, Gottes Wille. Dem Chronisten erschien nur erwähnenswert, wenn Seuchen unsere Dörfer heimsuchten. Vor allem wurden die Menschen dann aufgeschreckt, wenn Pest und Cholera Dutzende von Opfern unter Erwachsenen forderten. Wer nun hatte sich der Kranken und Sterbenden angenommen?

Durch das entgegenkommen von Pastor Raschke hatte ich die Möglichkeit, von der großen Ortschaft Langenweddingen, die bis ins Jahr 1622 zurückreichenden, lückenlos vorhandenen Kirchenbücher zu bearbeiten. Um das zu erfahren, wollte ich die Kirchenbücher (im Folgenden KB genannt) befragen.
Da lagen dann auf einem Stapel die vorbildlich restaurierten und konservierten sechs Bände von 1622 bis 1815 in handlichem Format, daneben elf Folianten von riesen Ausmaßen, die nur das 19.und 20. Jahrhundert enthielten. In siebzehn Büchern das Schicksal von fast 30 000 Menschen, erfasst in nüchternen Daten der Geburts-Trau- und Sterberegister.
Eine lange Reihe von federführenden Pastoren  hatten hier festgehalten, was ihnen die Erlasse ihrer Kirchenbehörde vorschrieb und zum Glück für mich, als suchendem Chronisten, darüber hinaus auch öfter ihre persönlichen Eindrücke, ihr Entsetzen oder ihre Freude über das, was sie  niederschrieben. Oft merkt man der markanten Schrift das jugendliche Feuer an, dass den Schreiber beseelte, als er seine Eintragungen begann, um sie dann nach dreißig oder mehr Jahren mit zittriger Hand abzuschließen.

Meine Aufgabe sollte es nun sein, aus der Fülle von Material das hinter diesen Aufzeichnungen stehende Leben zu erfühlen, vor allem die Personen - Männer und Frauen herauszufinden, die sich um Geburt, Kranksein und Sterben der Langenwaddinger in fernen Tagen gemüht haben.
Zu den Medizinalpersonen, von denen hier die Rede sein soll, einige erklärende Worte.
Ärzte im eigentlichen Sinne kannten im Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert hinein nur die Städte und die großen Siedlungen mit städtischem Charakter.

In einem Edikt von 1586 wurde verordnet, dass wenigstens an einem Ort eines jeden Kreises ein Physikus amtieren musste, über dessen Vorbildung nichts ausgesagt war. So arbeiteten in den Städten die Leibärzte, worunter nicht etwa nur die persönlichen Gesundheitsbetreuer hochgestellter Persönlichkeiten zu verstehn waren, sondern man bezeichnete damit die Ärzte für den inneren Menschen, den Leib im Gegensatz zu den "Schneidärzten", den Chirurgi oder Wundärzten. Soweit sie amtliche Funktionen im Gesundheitswesen zu versehen hatten, führten sie den Titel Physikus.

Homöopatische Hausapotheke
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Anders war die Situation auf dem Lande. Die geringen Einkünfte der Landbevölkerung, auch der durch Abgaben vieler Art geplagten Bauern, ermöglichten ihnen nicht die Bezahlung eines teuren Arztes, der womöglich noch aus der Stadt herangeholt werden mußte. Auch war die für die Versorgung notwendige Zahl von ausgebildeten Ärzten nicht vorhanden. So kam es, dass sich in den Dörfern Handwerker, Bader oder Barbiere der Heilkunst annahmen. Später bezeichneten sie sich als Chirurgus. Sie hatten eine reguläre Lehrzeit bei einem Meister zu absolvieren, und wenn sie danach vier Jahre bei einem Meister Erfahrungen im Schröpfen, Aderlassen und in der Wundversorgung, ebenso im Zahnziehen und Purgieren erworben hatten, waren sie berechtigt, eine eigene Praxis als Bader und Chirurg zu betreiben. Siehe StA.RepA/1oS.3o.

Besonders die Kriege des 18. Jahrhunderts hatten eine Vielzahl von Feldscheren benötigt, die eine entsprechende Erfahrung in der Wundbehandlung und im Verhalten bei Seuchen besaßen. Nach ihrer Entlassung am Ende der Kriege bewarben sie sich z.T. um die Niederlassung als Chirurgen auf dem Lande. So ist in den Archiven nach den schlesischen Kriegen und vor allem nach den napoleonischen Feldzügen eine ganze Reihe solcher Anträge zur Ausübung der Praxis als Chirurg in den Dörfern um Magdeburg nachweisbar. Siehe StA RepA/10 s- 230

Später wurden besondere Schulen für die Ausbildung von Wundärzten 1. und 2. Klasse eingerichtet, so in Magdeburg.
Sie hat von 1827 bis 1849 bestanden. Diese Institute bildeten ein mittleres medizinisches Personal nach einem Lehrplan heran, der in einem dreijährigen Kurs die notwendigen theoretischen und praktischen Kenntnisse vermittelte und durch ein Abschlußexamen dokumentierte. Der Mangel an Studienplätzen für Medizin an den deutschen Universitäten hatte bei dem bestehenden Ärztemangel zur Bildung solcher Schulen geführt. Wie aus einer zeitgenössischen Geschichte der Medizin von Haese hervorgeht, lehnten die approbierten Ärzte dieses mittlere medizinische Personal ab und erreichten auch, dass bereits 1849 diese Einrichtungen durch Erlass wieder aufgelöst wurden.

Derartiges medizinisches Personal mit den unterschiedlichsten Kenntnissen und Fähigkeiten aufzuspüren in den mir zur Verfügung stehenden KB will ich versuchen, möchte ihre Schicksale verfolgen, ihr Wirken durch Quellen belegen, wie sie als ehrliche Handwerker im Rahmen der damaligen Gesetze durch die Betreuung von Verletzten und Kranken, durch Geburtshilfe, wenn die Kunst der Hebammen versagte, auch durch Feststellung und Attestierung des Todes ihr Geld verdienten.

Da ist für Langeweddingen im 13. Jahrh. im Bergner, Bau-u. Kunstdenkmäler des Kreises Wanzleben 1281 bereits ein Arzt (Chirurgus) erwähnt Heinrieb Kamersdorf. Es wird dabei bemerkt, dass Langenweddingen eine Entwicklung auf städtische Bedingungen und Verhälnisse genommen hat.
Für die nächsten 300 Jahre, über die die KB nichts aussagen, sind noch ev. Quellen zu erschliessen in der Aussenstelle Wernigerode des Staatsarchivs, die von mir noch nicht bearbeitet wurden.

Im Jahre 1628 taucht dann eines Baders Fru im Beichtregister des KB auf.
Schon 1629 nimmt der Bader MIRKOL am heiligen Christtag am heiligen Abendmahl teil.
Ein Hinweis auf seine ärztliche Tätigkeit ist nicht nachweisbar.
Dagegen wird der wahrscheinlich 1716 geborene Christian Arnold DODENDORF, der lt. Sterberegister 1790 im Alter von 74 Jahren verstorben ist, allgemein als Bader und Chirurgus benannt. 1774 stirbt ihm seine Tochter mit 24 Jahren an der Wassersucht, 1781 seine Ehefrau 57 jährig an der Auszehrung.
1780 wird bei einem Selbstmordverdacht ausser dem Oberamtmann, dem Actuarius und dem Richter auch der Bader Dodendorf zur Besichtigung der Leiche hinzugezogen. Durch einen mitgebrachten Chirurgus wurde dann Selbstmord entschieden. Es fand darauf die Beerdigung an der Mauer statt.

Aus dieser Notiz geht hervor, dass dem Chirurgus auch das Amt der Leichenschau oblag. So sind dann wahrscheinlich auch die von den Predigern im KB im Sterberegister eingetragenen Todesursachen auf Angaben der Chirurgi zurückzuführen. Dies wiederum würde ein Licht werfen auf den Stand ihres medizinischen Wissens, ja auf die medizinischen Kenntnisse der Zeit, in der die Eintragungen erfolgten.

Wie ich es auch in anderen Orten z.B. in Altenweddingen feststellen konnte, war der Beruf des Baders u. Chirgus oft an die Familie gebunden. So auch in der Familie Dodendorf.

Es wird dem JOHANN HEINRICH DODENDORF eine Tochter am Jammer verstorben gemeldet, auch ein Söhnlein, 2 Jahre alt, und 1795 stirbt ein Töchterlein von 4 Jahren an den Pocken. Als ihm dann 1798 sein jüngster Sohn Christian ebenfalls starb, wird der 1789 noch als Badergesell Johannn Heinrich Dodendorf jetzt als Chirurgus benannt. 1803 ist er dann selbst 46 Jahre alt am Fieber gestorben.

Neben der Familie Dodendorf hat gleichzeitig noch ein weiter Chirurgus in Langenweddingen gearbeitet. Am 25. März, 1733 berichtet das KB im Sterberegister, dass dem “itzigen Chirurgus und Baders” einziges Söhnlein an Pocken gestorben sei, 3 Jahre und 48 Wochen alt. Sein Name Franz Ahrens. Am 8.Oktober ist dann dessen jüngster Pflegesohn an einem inneren Geschwür verstorben. Dieser war der Sohn des Chirurgen und Baders Jacob Paul Gieseler aus Osterweddingen. Der Ahrens wird im KB nicht wieder erwähnt. Nach dem Gieseler ist noch im KB von Osterweddingen zu forschen.
1739 wird erstmalig von der Tätigkeit des Chirurgi berichtet. Zu einem Sohn Johann Güsewell,16 Jahre alt, werden  Ärzte und Chirurgus leider ohne Namennennung geholt, um seine Geschwulst zu behandeln, die von einem Ohre zum andern reichte. Aber vergebens, der Patient verschmachtet bei gesundem Leibe.

1809 taucht damn im Taufregister als Patin die Ehefrau des Chirurgus MATHIAS CARL HARTMANN auf. Er war fast 20 Jahre lang in Lgwd. tätig. Seine Frau wurde 1812 von einer Tochter entbunden, die 1813 mit 11 Monaten als gestorben gemeldet wird. Bereits am 24. Dez. berichtet das nach französischen Vorschriften des Königreichs Westfalen angelegte Civilstandsregister, dass die Ehefrau des hiesigen Chirurgus C. Hartmann, der jetzt 32 Jahre alt, am 23.Dez. von einem Sohn entbunden sei. Diese geb. Quittenstedt stirbt 1822 an der Lungensucht.

Bald darauf schon heiratet der nun als Wundarzt titulierte als 2. Frau die aus Berlin gebürtige Witwe eines Feldwebels. Aus dieser Eintragung ist ersichtlich, dass der Vater des H. ein Zeughaus-Lieutnant aus Breslau gewesen ist. 1822 und 1825 werden dann im Konfirmanden - Register eine Tochter und ein Sohn des Wundarztes H. genannt. Aus den Jahren 1825 u. 1827 liegen von ihm zwei Bescheinigungen vor über vorzeitige Beerdigungen:
"Die Leichen konnten nicht länger über der Erde bleiben."


Neben diesem wohl am häufigsten in Krankheits und Sterbefällen gerufenen Carl Hartmann weist das KB seit einen weiteren Chirurgus in Lgwd. nach.  Es ist dies der JOHANN ANDREAS LINGNER, dessen Ehefrau bereits 1806 als Taufzeugin benannt wird. Sie, Luise Magdalena geb. Hoffmannt stirbt am 20.Febr. 1816.
Noch im selben Jahre heiratet Lingner als 2. Frau Catharina Elisabeth Gutjahr. Sie wird im Sterberegister 1855 im Alter von 75 Jahren an Altersschwäche verstorben gemeldet.

Etwas später befasst sich dann mit der Heilkunst der als Barbier und Chirurgengehülfe bezeichnete Friedrich August GIESECKE. Er wurde 1845 mit der Jungfrau Anna Steffen verheiratet, stammt selber aus Egeln. 1858 und 1860 erscheint er  als Vater von 2 Kindern wieder im Taufregister. 1884 stirbt er im Alter von 63 Jahren noch als Chirurgengehülfe benannt.


Auch ein 1866 und 1867 erwähnter Heinrich Andreas WALTHER wird im KB nur als Barbier und Heilgehülfe genannt. Die eigentliche ärztliche Tätigkeit erfolgte, vor allem bei schwereren Fällen, von den in Altenweddingen schon seit 1840 niedergelassenen Ärzten esp. Wundärzten 1. Klasse Flaschendräger und Bertram. Letzterer wird dort als Bergwundarzt bezeichnet.

Die Qualifizierung der Medizinalpersonen wurde in Preußen 1825 durch Erlasse über das Arztwesen neu geregelt. Hierin wurden die Befugnisse der Laienbehandler, der·Bader und Barbiere weitgehend eingeschränkt und der ärztlichen Kontrolle unterstellt.
Ihre Tätigkeit erstreckte sich nur auf Hilfeleistungen. So dürfte also der Andreas Walther der letzte seiner Berufsgruppe gewesen sein.

Es ist erstaunlich, dass sich erst im Jahre 1889 die Niederlassung eines ordentlichen Mediziners mit Promotion in dem doch großen Langenweddingen feststellen läßt.

Anders waren die Verhältnisse in Altenweddingen, wo 1842 eine Apotheke eröffnet werden konnte, als dem Apotheker Nehring nach langem Bemühen die Konzession hierfür erteilt wurde. Vielleicht hat diese Tatsache eine Reihe von Ärzten ermutig, mitunter zwei zur selben Zeit, in Altenw. zu practicieren mit dem Ziel, dass benachbarte Lgwd. mit zu versorgen. Dies lässt sich auch aus dem KB ersehen. (Siehe unten)

So tritt Dr. Eugen KRUMHOFF 1889, als erster seines Standes als Pate im KB auf einer Taufe der Familie Reckleben in Erscheinung, übrigens zusammen mit seiner späteren Frau Elsbeth Goedel, einer Arzttochter aus Altenweddingen. Sie wird noch verschiedentlich als Patin 1892 u. 1893 erwähnt. Sie stirbt 1915 nach kinderloser Ehe.

Dr.Krummhoff
Dr.Krummhoff

Der damals bereits am Kehlkopfkrebs erkrankte Dr.Krumhoff heiratet in zweiter Ehe seine Pflegerin Anni Dahlmann. Die Trauung ist nach meiner Orientierung nicht im KB aufgezeichnet. Sie soll in St. Ambrosius in Magdeburg-Sudenburg stattgefunden haben.
Am 10.April 1917 stirbt Dr. Krumhoff.

Jetzt wurde die Praxis in Langenweddingen von Dr. Otto Hager Altenw. mitversorgt, der seit 1903 ort ansässig, schon seither einen Teil der Praxis mit versah.
Dies blieb dann auch so, als der als zweiter Arzt in Altenweddingen tätige Dr. Ernst TUCHELT 1919 die Witwe Krumhoff geb. Dahlmann heiratete.

Dr.Tucholt
Dr.Tucholt

Dr.Tuchelt siedelte dann 1919 nach Langenweddingen in das Grundstück von Dr. Krumhoff über und übte dann bis zu seinem Tode 1934 mit Dr. Hager und seinem Sohn Dr. Ulrich Hager zusammen die Praxis in beiden Orten gemeinsam aus.

Dr.Tucholt
links: Dr.Krummhoff - rechts: Dr. Tucholt

Sein Nachfolger wurde Dr. BARTELS, der später nach Wolmirstedt verzogen ist.
1938 übernahm Dr. Johannes KRAFT die Praxis, der sie während des zweiten Weltkrieges an Dr. Ulrich Hager übergab.
Dr. Hager erwarb auf Rentenbasis das seinerzeit von Dr. Krumhoff erbaute Grundstück und übte von dort aus seine umfangreiche Praxis aus.

Von diesen letzteren drei Ärzten ist nur der Tod von Dr. Ulrich Hager am 30.Oktober 1974 im KB registriert.

In dem zweckentsprechend umgebauten Grundstück wird seit dieser Zeit die staatliche Arztpraxis von dem Arzt Joachim WINZEK betrieben. Gleichzeitig sind im Hause die Gemeindeschwesternstation und eine Zahnarztpraxis untergebracht.
So ist aus dem KB die Tätigkeit von Badern, Chirurgi und Wundärzten seit dem 17. Jahrhundert in fast lückenloser Folge bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts nachweisbar. Wenig ist zu finden über das Wie ihres Wirkens.
Wir wissen auch nicht inwieweit sich die Einzelnen vom Barbiergeschäft oder vom Behandeln der Kranken ernährten. Was sie für Vorstellungen von den Krankheiten hatten, die ihre Patienten quälten, an denen sie letzlich starben, erhellt einigermaßen aus dem beigefügten Katalog der Todesursachen. Diese wurden von den Predigern dort wahrscheinlich nach ihren Angaben in die Sterberegister eingetragen.

 

Bemerkenswert ist das Jahr 1850 im KB.

In diesem Jahr meldet es 185 Begräbnisse, während es normal nur 50-60 aufzeichnet.
1850 hat die Cholera 105 Personen hinweggerafft. Die Notzeit hat zur Mobilisierung aller einigermaßen kundigen Hilfskräfte in der Versorgung der Kranken geführt. Es werden wiederholt aufgeführt, der Barbier RANDIS, der sonst nicht im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen erwähnt wird, ein Krankenpfleger PILZ und die beiden Ärzte SCHÜTTEL und FLASCHENDRÄGER.
Alle vier erscheinen als meldende Personen der Choleratoten beim Prediger.

Von dem Wundarzt Schüttel wissen wir aus dem STA RepA 8/190 dass ihm 1850 in Etgersleben die Niederlassung erteilt wurde. Der Wundarzt 1. Klasse, August Flaschendräger beantragt lt.StA .Rep AS/139 die Niederlassung in Altenweddingen und wird als solcher 1841 vereidigt.

Derartige Einsätze von ortsfremden Ärzten in Seuchenorten scheinen allgemein üblich gewesen zu sein. In den Heimatschriften des Kreises Haldensleben wird das für die Stadt Haldensleben in Pestzeiten verschiedentlich erwähnt. Ausserdem berichtet das StA.Rep. A8/161 1 1842 beantragt der seit 1814 in Altenweddingen tätige Wundarzt Bertram ein Attest über seine Tätigkeit in der Cholerazeit 1831/1832 in den Dörfern Osterweddingen, Sülldorf, Bahrendorf und Stemmern.

Nicht vergessen werden darf bei unseren Betrachtungen die älteste Zunft des Gesundheitswesens, die der Hebammen.

Das KB Lgwd. erwähnt bereits im Trauregister von 1667 "Carsten Gutjahr wird copuliert mit der Jungfrau Anna Grampen, deren Mutter allhier bestallte Kindsmutter und Hebamme".
Die Vertreter ihres Standes folgen dann durch die Jahrhunderte in ununterbrochener Folge. Da sie die Todesfällle der vielen sterbenden Kinder dem Pfarrer anzeigen mußten, werden sie auch oft mit Namen genannt. Die Huchstedt, Diek und Hoffmeyer sind  immer wieder in den Registern zu finden. Oft müssen sie auch eine abwesende Taufzeugin vertreten und werden dann mit Namen genannt.

Betrachtungen über das laut Sterberegister des KB erreichte Lebensalter der Bevölkerung von Langenweddingen im 17., 18. und 19. Jahrhundert.

Nach den Reformation erwies sich eine Registrierung der evangelischen Gemeindeglieder und damit eine geordnete Kirchenbuchführung als notwendig. So heißt es in der Brandenburgisch - Nürnbergischen Kirchenordnung vom Jahre 1533: "Es sollen die Pfarrherren und Kirchendiener eines jeden Ortes in ein Sonderregister fleißig eintragen, die Namen und Zunamen der Kinder, die sie taufen, und die Personen, die sie ehelich einleiten, und auf welchen Tag und in welchem Jahr solches geschehen ist."
Inwieweit diese Anordnungen befolgt wurden, lässt sich heute nicht mehr feststellen, zumal im dreißigjährigen Kriege viele Kirchenbücher vernichtet wurden. Im Konsistorialbezirk Magdeburg, zu dem Langenweddingen gehört, stammen einige KB aus den Jahren 1538 bis 1563. Die meisten der KB. Beginnen erst nach dem 30 jährigen Kriege.

So stellen die KB von Langenweddingen mit ihren ersten Aufzeichnungen aus dem Jahre 1622 und vor allem in ihrer lückenlosen Fortführung eine Besonderheit dar. Hierdurch wird die Aussagekraft der Langenweddinger Berichte besonders wertvoll.
Die Form, wie die KB von den Predigern zu führen sind, waren durch Bekanntmachungen und Erlasse des Königl. Preußischen Konsistoriums geregelt. Außerdem wurden sie durch das Allgemeine Landrecht von 1794 zur Pflicht gemacht und in ihrer Form festgelegt.
Nachdem während der französischen Regierung von 1806 bis 1814 im Königreich Westfalen die Civilstandsregister nach französischem Muster eingeführt worden waren, setzt eine im KB vorliegende Bekanntmachung des Consistoriums vom 30. Dez. 1814 diese Civilstandsregistrierung ausser Kraft und die “desfalsigen Vorschriften” des Allgemeinen Landrechts wieder ein.

Besonders wird hier erwähnt, dass die Leichenschau durch den Prediger nicht mehr notwendig ist. Doch sind die Vorschriften des Allgem. Landesrechts gültig, nach welchem, “der Prediger sich durch die Aussage glaubwürdiger Personen , so viel als möglich,versichern muß, dass der Verstorbene wirklich derjenige gewesen, für den er ihm angegeben worden. Ausserdem, wie der Prediger zu dieser Versicherung gekommen."
Es wird hier auch angeordnet, dass die KB in tabellarischer Form doppelt zu führen sind. Da sowohl die Eltern der Getrauten, die Hinterbliebenen der Gestorbenen und die Paten der Getauften, meist mit Beruf und Wohnort, wenn von auswärts, aufgeführt werden mußten, so sind diese KB von großem Wert für den Chronisten. Für mich war es besonders wertvoll, dass auch die erreichten Lebensalter der Verstorbenen und die Krankheit, die zu ihrem Tode führte, angegeben worden sind.
Hier sollen nun die erreichten Lebensalter der Bevölkerung von Lgwd, soweit sie aus dem KB ersichtlich sind, untersucht werden.

Da die KB. des 17. und des frühen 18.Jahrh. zum Teil nicht tabellarisch und oft schwer zu entziffern sind, wurden aus diesen beiden Jahrh. nur einige Dezennien erfaßt. Das 19. Jahrh.dagegen wurde von 1826 bis 1899 untersucht.
Insgesamt wurden überprüft
1663 - 1673
1733 - 1743
1826 - 1899
insgesamt 4 359 Sterbefälle.

Vor der Erreichung des 10. Lebensjahres starben 2 551= 58,8%
Es überlebten das 10.Lebensjahr      1 808 =  41,2%
es überlebten das 50.Lebensjahr       1 085 = 24,8%
es überlebten das 60. Lebensjahr      788   = 11%

Hierbei ist zu bemerken, dass die prozentuelle Wertung zu den registrierten  Begräbnissen des KB und nicht zu den Geburten der überprüften Zeiträume in Relation gesetzt worden ist. In Anbetracht dessen, dass über 100 Jahre in die Statistik einbezogen wurden, und innerhalb dieser Zeit keine merklichen Veränderungen der zu erfassenden Fakten eingetreten sind, dürfte sich hieraus keine Änderung der errechneten Verhältnisse ergeben.
Die Sterblichkeit der Kinder bis zu 10 Jahren war also mit 58,8 % enorm hoch.
Besonders auffällig ist die hohe Säuglingssterblichkeit. Sie lag mit 1 302 Einzelfällen bei
30%, nimmt man die Totgeburten dazu mit 377, so ergibt das sogar 38% .

Das aus diesem Untersuchungsmaterial errechnete Durchschnittsalter betrug somit in der Zeit vom 17. bis 19. Jahrh.  24,4 Jahre. Interessant ist es auch, dass kaum ein Unterschied besteht zwischen dem 17. und dem 19. Jahrh.
Ein Zurückgehen der Kindersterblichkeit ist bis 1900 nicht festzustellen. Die hohe Säuglingssterblichkeit ist wahrscheinlich auf Fehlernährungen zurückzuführen. Für die hohe Sterberate der Schulkinder ist das epidemische Auftreten von Scharlach, Diphtherie , Masern, Röteln und Pocken verantwortlich zu machen, die man ausser den Pocken bis dahin in keiner Weise beherrschen konnte.

Als Todesursache der Kleinkinder wurde als Sammelbegriff für alle Erkrankungen in dem fraglichen Alter der Jammer angegeben, oft auch Krämpfe. Berücksichtigt man die ersten 10 Lebensjahre nicht in der Statistik, so ergibt sich für Personen, die das 11. Jahr erreicht hatten eine Lebenserwartung von 55 Jahren. Zum Vergleich dürfte die heutige Lebenserwartung interessant sein, sie beträgt für Frauen 74, für Männer 68 Jahre, insgesamt die mittlere Lebenserwartung demnach 71 Jahre, nach einer Notiz aus der Volksstimme vom 19.11.77:

Todesursachen aus dem Kirchenbuch Langenweddingen im
17. und 18. Jahrhundert.


Altersschwäche

Marasma senilis.Sammelbegriff für alle altersbedingten Abbauerscheinungen.

 

Auszehrung

alle kachektischen Krankheitsbilder verschiedener Ätiologie.

 

Brustkrankheit
Brustbeschwernis

Sammelbegriff für alle Thoraxerkrankungen

 

Brustwassersucht

Rippenfellentzündung, Pleuritis

 

Bruchschaden

Hernien , eingeklemmte

 

Blutsturz

Haemoptoe,massive Blutungen aus Nase und Mund

 

Durchfallkrankheiten

Cholera und Ruhr

 

Entkräftung

Kachexie

 

Epilepsie

 

 

Engbrüstigkeit

Asthma cardiale . Angina pectoris

 

Frieseln

Miliaria. bläschenartiger Ausschlag bei Fieber

 

Fleckfieber

Flecktyphus durch Rickettsia prowazekii überttr.

 

Fieber gastrisches

unbekannt

 

Fieber seitenstechend

Pleuritis

 

Fieber schleichend

Tuberculose

 

Fieber hitziges

Pneumonie, Lungenentzündung

 

Gehirnentzündung

Meningitis, Hirnhautentzündung

 

Halsbräune

Diphtherie

 

Hämorhoidialbeschwernis

 

 

Herzensangst

Angina pectoris

 

Jammer

Sammelbegriff für alle Säuglingserkrankungen

 

Jammer innerlicher

meist Ernährungsschäden

 

Jammer Kinnbacken

Mumps, Ziegenpeter

 

Kindbettfieber

Puerperalfieber

 

Herzbeutelwassersucht

Pericarditis

 

Gehirnschlag

Apoplexie

 

Gehirnschaden

Cerebralskiterose

 

Krämpfe

verschiedener Ätiologie

 

Masern

 

 

Magenverhärtung

Zustand nach Perforatiododer Meteorismus

 

Magenerweichung

Magen Ca

 

Leberverhärtung

Leber Ca oder Leberzirrhose

 

Malo hysterico

schwere Hysterie

 

Quetschung u. Inflammation

schwere Entzündungen

Schleimfieber

Bronchopneumonie mit Bronchiektasen

Schlagfluß

Apoplexie

Selbstmorde

 

Starrkrampf

Tetanus

Steinschmerzen

Gallen-,Nieren-oder Blasensteine

Gicht

 

Gallenfieber

Gallenblasenentzündung, Cholecystitis

Pocken

 

Scharlach -Rote Frieseln

Scarlatina

Nervenfieber

Typhus

Unfälle

 

Ich bin mir im Klaren darüber, dass dieses Katalogisieren der Todesursachen erst dann interessant wird, wenn man diese alten Ausdrücke modernen medizinischen Begriffen gegenüberstellt. Dies will ich versuchen.
Generell nur, dass Erkrankungen im Kindesalter, vor allem im Säuglingsalter mit dem Begriff Jammer erfasst werden.
Alle Herz-Kreislauf - und Erkrankungen der Atmungsorgane wurden als Brustseuchen und Engbrüstigkeit oder einfach Brustbeschwernis deklarier. Wie wenig manche Bezeichnungen dem tatsächlichen Krankheitsgeschehen entsprachen, beweist dass der Typhus als Nervenfieber bezeichnet wurde. Begriffe wie Scharlach und Starrkrampf sind erst im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrh. aufgetaucht.
Wir können heute nicht mehr feststellen, inwieweit die von mir versuchte Übersetzung der Bezeichnungen des KB in die heutige medizinische Fachsprache hineinpasst.
Sicher würde der moderne Mediziner mit seiner Differentialdiagnose manches Krankheitsbild heute wissenschaftlich genauer erfassen. Doch jede Zeit ist ihren Erkenntnissen verhaftet, lebt und stirbt mit ihnen.

Seuchen im Kirchenbuch von Langenweddingen.

Erschreckende Meldungen berichten die verschiedenen Chronisten über Seuchen im 17. und 18. Jahrh. So der Pastor Thym aus Bahrendorf: 1681 ist die Pest in Magdeburg gewesen."Thym meint, niemand hätte in die Stadt gekonnt. Der Zugang sey von Soldaten verlegt gewesen. Es seien an die 6000 gestorben. Bald darauf sei sie aufs Land kommen,und ist in Sohlen bald alles ausgestorben, daselbst auch der Prediger gestorben ist, item in Großen-Ottersleben. 1682 seit dem 15.August hat sich das Grassieren der Pest auch in unserm Bahrendorf vermerken lassen und so gründlich gewütet, dass es vom selbigen Tage an bis zum 3.Januar, also innerhalb 21 Wochen 83 Personen, große und kleine hat hinweggerissen." Er berichtet weiter, dass Soldaten eine Quarantäne über das Dorf errichten mußten, die über 33 Wochen durch kurfürstlich-brandenburgische Dragoner mit Strenge durchgeführt wurde.
1727 sind in Bahrendorf 68 Personen an der Pest gestorben.

Die Pest von 1682 wird mit 100 Opfern auch in der mir vorliegenden Chronik von Osterweddingen erwähnt, ebenso meldet das KB von Sülldorf im selben Jahre 105 Pestopfer.
Da ich in den KB von Lgwd. in dieser Zeit keine derartig heftigen Epidemien gefunden habe, muss ich annehmen, dass aus irgendwelchen Gründen die Eintragungen unterblieben sind, oder ich habe sie übersehen. Nachprüfung erfolgt.

Im ganzen 17. und 18. Jahrh. sind nach meinen Aufzeichnungen nur 1785 in kurzer Zeit 21 Kinder an Stickhusten gestorben und am Jammer, im gleichen Jahre 7 Kinder an "Rötteln" 1795 meldet das KB 8 Kinder an Pocken verstorben, darunter auch das Kind des Chirurgus Dodendorf

1807 Fordern die Pocken wieder ihr Opfer. Es starben vom Sept. bis Dez. 35 Kinder an Pocken.

Um die Mitte des Jahrhunderts treten besonders viele ansteckende Krankheiten auf.

1848 sterben an der Cholera vom 12. Oktober bis 6. Dez. 29 Personen.
1849 - 26 Kinder an Bräune, Scharlach und Frieseln.
1850 wird ein Schreckensjahr für Lgwd. Es sterben 105 Personen an der Cholera, meistens im mittleren Alter und überwiegend aus den niederen Ständen. Der Grund hierfür dürfte in den gesünderen Wohnverhältnissen der oberen Stände zu suchen sein.
1851 auf dem neuen Friedhof im Süden des Dorfes, findet die erste Beerdigung statt.
1852 grassieren im ausgehenden Winter wieder Masern, Frieseln u. Bräune und raffen 17 Kinder hinweg.
1854 kostet eine Ruhrepidemie 12 Erwachsenen das Leben.
1864 -1865 sterben wieder 37 Kinder an den üblichen Kinderkrankheiten, Masern, Keuchhusten u.Scharlach.

Wie wenig gegen all diese zum Tode führenden Krankheiten unternommen wurde, oder auch werden konnte, geht aus einer Feststellung der Altenweddinger Schulchronik hervor. Immer wieder erkranken zwei Drittel der Kinder einer Klasse und mehr, und niemand kam auf den Gedanken, weitere Ansteckung durch Schliessen der Schulen zu verhindern. So kam es, dass nicht nur die Säuglingssterblichkeit so enorm hoch war, sondern auch die sogen. Kinderkrankheiten forderten unter den Schulkindern unendlich viele Todesopfer.

Betrachtungen über die soziale Struktur Langenweddingens in der Vergangenheit, soweit sie aus den KB ersichtlich ist.

In Geographisch - geschichtlichen Skizzen des Kreises Wanzleben von 1975 wird die Flurgröße von Lgwd. mit 21,1 km² angegeben wird. Schon 1563 bei einer Kirchenvisitation wird Lgwd. als das allergrößte im Magdeburger Land bezeichnet . Es hatte damals 104 Hauswirte, 1684 waren es 108 und 10 Kossathenhöfe lagen noch wüste.

Da die moderne Bodenwertzahl zwischen 89 und 100 liegt, so ist es nicht verwunderlich, dass die Landwirtschaft von jeher der Haupterwerb der Bevölkerung gewesen ist. Vorallem war dies der Fall, ehe moderne Verkehrsmittel die Arbeit in Magdeburg ermöglichten, und die an die Landwirtschaft gebundenen kleinen Industriebetriebe, Zuckerfabrik, Cichoriendarren und Konservenfabrik einen Teil der Bevölkerung beschäftigten.

So finden wir in den KB des 17.und 18. Jahrh. als Berufe:
Ackermann = Bauer (nach Carsted haben sie 5 -7 Hufen, 5 Pferde, einen Knecht, einen Enke und 2-3 Mägde, 1 Hufe = 30 Morgen)
Halbspänner oder Spitzspänner, sie haben 3 oder 4 Pferde, wovon sie das eines an die Spitze spannten und 90 – 120 Morgen.
Kothsassen=Kossaten; ab 2 Hufen, halten 1 oder 2 Pferde haben selten einen Knecht oder eine Magd. Mit weniger Acker besitzen sie kein Pferd, lassen im Lohn pflügen, halten 1 - 4 Kühe, Schafe und Schweine soviel, sie vom Acker ernähren können. Sie haben, wenn sie das Ihrige in Ordnung halten, gut zu leben.

Die Bauern und Halbspänner arbeiten nur wenig selber mit, Carsted meint, sie besuchen täglich die Schenke, und nur in der Ernte bansen sie das Korn. Außer diesen rein bäuerlichen Berufen bringt das KB die Handwerker, die dass dörfliche Leben verlangte: Schmiede, Stellmacher, Sattler, Tischler , Schneider, Schuster, Bäcker und Fleischer, die beiden letzteren waren selten, da gewöhnlich im Hause geschlachte wurde, und gebacken wurde im Gemeinde-Backhaus.

Im Zusammenhang mit dem Flachsanbau und der Flachsaufbereitung in den Dörfern stand die häufig auftauchende Zunft der Leineweber, die in den Stuben auf ihren großen Webstühlen mit Gepolter ihr Handwerk betrieben. Sie sind wie der Lein mit seinen blauen Blüten von den Feldern, die Röten aus den Wiesen, Flachsbrechen und Hecheln aus den Scheunen samt den Spinnrädern in der 2.Hälfte des 19. Jahrh. aus unsern Dörfern verschwunden. Die Vielzahl der Ackerknechte wurde wenig spezifiziert bezeichnet. Oft kommt der Dröscher vor, ebenso werden die Hirten besonders erwähnt, die dann als Kuhhirte oder als Schweinehirt auch als Gemeindehirt benannt werden, soweit sie die Tiere der Kossathen und Handwerker zusammen auf den Brachen oder später den Gemeindeweiden und Stoppeläckern hüteten.

Eine gewisse Rolle spielen auch die Müller. Drei Wassermühlen, die Plath-, Amts- und Kirchenmühle werden ausser der Sülldorfer Thalmühle des öfteren erwähnt, denn die Müller waren im allgemeinen wohlhabende und fruchtbare Familien.
Vor allem ist die Müllerfamilie Herbst fasst jedes Jahr mit einer Geburt im Taufregister vertreten. Windmühlen hat es sicher auch mehrere gegeben. Das KB nennt nur den Windmühle Tiepke. Ausser den wenigen Maurern, Dachdeckern und Zimmerleuten fallen die Krüger auf, da in den verschiedenen Gasthöfen Berichtenswertes passierte und ihre Familien als Paten gesucht waren.

Daneben verschwinden die weinigen geistigen Berufe der Prediger, Lehrer, Kantoren und Organisten wie überhaupt von einem geistigen oder gar künstlerischen Leben im ganzen KB nichts zu finden ist. Ob es die Bericherstatter übersehen haben? Von den Berufen das Gesundheitswesens will ich absehen, da sie genügend besprochen.

Zu erwähnen sind noch die Leichen - oder Todenfrauen, die im Sterbereg. laufend mit Namen genannt sind. Es ist auffallend, wieviele Soldaten als Einwohner in den KB erscheinen.

Während der Kriegszeiten ist der Beruf des Musquetiers, Dragoners, Grenadiers und Kürassiers häufig zu finden im Trauregister, wie im Taufregister. Die Urlauber und Heimkehrer sahen es als ihre Pflicht an, sich um den Familienzuwachs zu kümmern.
Eule sagt über die Soldaten: Fremde ungern gesehene Gäste waren die vielen Soldatenfamilien im Dorfe. Mit der Abkehr vom freien Söldnerturm verschlechterten sich die existensbedingungen der Soldaten. Der nicht übermäßig lange Dienst ließ ihnen Zeit, ihrem bürgerlichen Beruf in der Garnison oder in der dörflichen Heimat nachzugehen. Bei niedrigem Gehalt der Offiziere, die selbständig ihre Kompanien verwalteten, wurde Urlaub in freigiebigster Weise erteilt. Ein Viertel der Kompanie, in der Regel jeder Mann hatte acht Monate Urlaub. Den Sold behielt der Hauptmann für sich. Fridrich II. nennt sie in seinem Antimachiavelli liederliches Gesindel, Taugenichtse, Faulenzer, die daheim nicht gut tu und sich durch Leichtsinn auszeichnen. So sah es im Dorf bis ins 1. Drittel des 19. Jahrh. in Lgwd. aus.

Dann verschwanden die bürgerlichen Berufe aus dem KB immer mehr. Immer wieder finden wir auch einer Seite von 11 Eintragungen 10 mal den Beruf Arbeitsmann. Die Schicht des mittelständichen Bauern und Handwerkers verschwindet. Der nach der Agrarreform von 1815 (Stein - Hardenberg) von den Lasten befreite Kleinbesitz konnte von vielen untüchtigen Besitzern, häufig auch als Folge von Erbauseinandersetzungen der kinderreichen Familien nicht gehalten werden. Er wurde nun von den größeren Bauern, soweit sie tüchtig gewirtschaftet hatten, aufgekauft. So wurde aus dem Ackermann der Großbauer oder Großgrundbesitzer, aus dem Bauer der Landwirt und aus dem Kossat oder Kleinbauern ein Verpächter oder Landarbeiter. Die kleineren Höfe im Dorf standen nur noch als Arbeiterwohnungen genutzt, denn die großen landwirtschaftlichen Betriebe benötigten eine Vielzahl von Arbeitsmännern, Landarbeitern. Später gründeten dann einige der Großbauern eine Zuckerfabrik, andere eröffneten Cichoriendarren. Ausserdem wurde um den anstehenden Kalkstein abzubauen im Tal nach Sülldorf eine Kalkbrennerei und eine Ziegelei errichtet.

Bei der Baulust der nun mehr Geld zur Verfügung habenden Landwirte wurden viele neue Höfe erbaut. Sie wurden entsprechend der Größe der bewirtschafteten Ackerfläche mit stattlichen Scheunen und Ställen aufgeführt So enstand die Lange Straße.
Die Namen Güsewell, Reckleben, Lücke, Hobohm ,Peine und Plümecke tauchen immer wieder auf als Besitzer dieser größeren Höfe. Bei der geringen Mechanisierung benötigen sie eine Vielzahl von Arbeitskräften, die nun nicht mehr im eigenen Häuschen als Häusler wohnen konnten, sondern auf die Betriebswohnungen angewiesem waren, die manche Wünsche offen ließen.

Ein weiterer Wandel in der sozialen Stuktur des Ortes schlug sich auch im KB nieder, als die 1843 eröffnete Eisenbahn Magdeburg - Halberstadt Lgwd. berührte. Jetzt finden wir in den Taufregistern Eisenbahn-Einnehmer, Weichensteller, Eisenbahnwärter, Bahnmeister, Bahnarbeiter und Eisenbahn-Expedienten. Die gute Verbindung nach Magdeburg brachte auch den ersten Fabrikarbeiter im KB, der in der in Buckau enstehenden Eisenindustrie beschäftigt war.
Der Ort selbst brachte mit seiner kleinen eigenen Industrie die Zuckersieder, Maschinisten, Wiege – und Bodenmeister auch Kalkbrenner ins Taufregister. Die günstige Lage an der Landstraße Egeln- Magdeburg brachte eine Reihe von Postillionen und Postexpedienten. Daneben lebten die Fabrikanten, Kalkbrennereibesitzer Cichorienfabrikanten und Großbauern.

Wie sicher in anderen Dörfern auch, bleibt der Besitz durch die Jahrhunderte Privileg einiger weniger Familien. Nur Wenige verschwinden z.B. die Flöter und Gutjahr. Leider verlässt uns dann das KB in der Zuverlässigkeit der Berichterstattung. Seit 1875 sind laut Personenstandsgesetz die Personenstandsregister vom Standesbeamten zu führen. An deren Stelle sind seit 1937 die Personenstandsbücher getreten. Die KB wurden seit dieser Zeit von den Pastoren nur noch mit den nüchternsten Daten geführt, und sie erstrecken sich naürlich auch nur auf der Kirche angehörige Personen. Besondere Vorkommnisse aus dem KB Langenweddingen. Wir wissen, dass die Eintragungen in die KB durch das Allgem. Landrecht und durch Anordnungen des Konsistoriums regelmentiert waren. Die wenigen darüber hinaus- gehenden Eintragungen der Prediger möchte ich jedoch nicht übergehen, da sie oft mehr aussagen als die Daten der Register.

Am häufigsten ist zu berichten über Unglücksfälle, Selbstmorde oder Sterben unter besonderen Umständen. So beginnt es dann : 1673 im April wird eines Schneiders Tochterr, 14 Jahre alt, von einem Lehrjungen durch eines Soldaten Flintenpistel tödlich am Kopf getroffen, so dass der Brägen heraustritt. Sie war dann auch tot. (Kein Wunder!)

1677 erzählt der Prediger einmal eine Geschichte, die nicht nur mit dem Sterben zu tun hat,1677 starb Martin Prinz 95 Jahre alt. Er war 1581 in Lgwd.geboren, hatte dort 1601 geheiratet, seine Frau starb ihm 1659, nachdem alle Kinder vor ihr verstorben waren. Nachdem er noch im selben Jahr die 2. Frau ehelichte und sie ihm Zwillinge gebar, starben sie alle drei. Er heiratete jedoch 1660 zum dritten Male eine junge Frau, zeugte noch 3 gesunde Kinder, die bei seinem seligen Ende 1677 alle noch am Leben waren.

1739 - Von einer Vergiftung berichtet das Sterbereg.
Der Halbspänner N.N. kaufete in der naumannischen Apotheke in Wanzleben ein Gift, um die Hamster im Kohle damit zu vertilgen. Er war auf das Feld gegange zu diesem Behufe. Zuhause erkrankte er und war nach einer Stunde tot. Bemerkenswert, es wurden sowohl der Landphysicus wie der Land-Medikus durch den Amtmann aus Hadmersleben hinzugezogen. Sie ordneten eine Section an. Das Gift, es handelte sich um Mercorio bublimato, wurde als bräunlicher Brei im Magen ermittelt. Es wurde darauf angeordnet, dass der Leichnam ohne kirchliche Ehren im Dunkel an der Mauer verscharret werden sollte. Die Überführung des Sarges geschah durch eine Schleufe.

1780 - Bei Selbstmordverdacht wird also auch damals schon vom Gesetz eine besondere Leichenschau verlangt und das Hinzuziehen einer Amtsperson, die eine Obduktion der Leiche anordnen kann. So geschah es in folgenden Fällen , 1780 Bei Selbstmordverdacht der Frau eines Kossathen wird zunächst der Oberamtmann ausser dem Actuarius, dem Richter auch der Bader Dodendorf zur Besichtigung der Leiche hinzugezogen. Durch einen mitgebrachten Chirurgus wird dann auf Selbstmord entschieden, es fand die Beerdigung an der Mauer statt.

1786 auf der Seite 49 des KB wird berichtet, dass sich der Kossate Balthasar Plümecke am oberen Teich ertränkt, aber mangels Wasser im Morast ertickte . Durch den Hadmersleber Actuarius und den Chirugus wird die Leiche besichtigt und der Tod durch Ersticken festgestellt. Beerdigung an der Mauer.

1807 - als sich in diesem Jahre nach langer Melancholie, einem Leiden, dass er sich im Kriege zugezogen, der Halbspänner und Schöppe Daniel Plümecke in den Brunnen stürzt, scheint die Kirche milder verfahren zu sein; denn es wird nichts berichtet, von einer Beisetzung an der Mauer.

1803 - Erhenkt sich die Ehefrau des Arbeitsmannes Joh. Moritz Phaland. Zur Wiederbelebung wird der Chirurgus Lingner gerufen. Allein alle Hilfe war vergebens. Beerdigung in der Stille.

1811 - Die napoleonischen Kriege fordern auch ihre Opfer von Lgwd. So berichtet das KB, am 24. April ward ein Todtenschein aus Figueras in Spanien präsentiert, welcher bescheinigt, dass Simon Westenfeld, allhier gebürtig, als Sergant bei der 4. Kopanie des 1. Batallions am 26.Sept. 1809 am Fieber in Spanien verstorben sei.
Am 17.Febr. desselben Jahres wird der Leichnam eines französischen Soldaten der getötet worden war und im Ottersleber Felde gefunden wurde, auf Befehl des Kommandanten von Magdeburg in Lgwd. beerdigt.

1825 - Die zwei majorennen Söhne des Andreas Heinemann, die im Jahre 1812 als westfälische Soldaten nach Rußland gezogen waren, werden als gestorben eingetragen, da bis dahin Leben und Aufenthalt unbekannt geblieben.

1822 - Immer wieder muß das KB berichten, dass auf der Durchreise, wahrscheinlich auf der Wanderschaft oder mit der Post jemand vom Tode überrascht wird. So der wandernde Fleischergesell in der Gastwirtschaft von der Epilepsie befallen und zu Tode gekommen. Das Wanderbuch des Verstorbenen wurde vom Lehrer vorgelegt.

1855 - Noch an der damals grassierenden Cholera stirbt im Gasthof Flöter der durchreisende Fuhrmann Fr. Beinert. Im selben Gasthof auch 1874 auf der Durchreise ein aus dem Kreise Heiligenstadt stammender, warscheinlich Händler, Heinrich Breitenbach.

1826 - Häufig meldet das KB auch Unfälle, durch die Kinder vorzeitig ihr Leben beenden. So stirbt Catharina Sixtus mit 7 Jahren, nachdem sie im Steinbruch verschüttet wurde.

1827 wird der 9 jährige Sohn Joh.Christian Bannemann vom Balken erschlagen. Die Leiche wurde von Gerichtspersonen aus Wanzleben besichtigt.

1848 - Der Sohn des Windmüllers Tiepke, 3 Jahre, welcher mit anderen Kindern unter der Windmühle seines Vaters gespielt hat, ist von einem Flügel denselben getroffen und etwa 20 Stunden darnach gestorben. Kind Gerecke fällt in ein Gefäß mit Wasser und ertrinkt, ein Jahr alt.

Viele Unfälle bei der Arbeit registriert das KB: Laufend wird Tod durch Überfahren gemeldet.

1834 - Johann Friedrich Händrich, ein Enkel fiel beim Aufsteigen von einem mit Weizen beladenen Wagen, dass Rad ist ihm über den Nacken weggegangen, ist auf der Stelle tot gewesen. Die Anzeige vom Tode ist durch den den Wagen begleitenden Hofmeister Michaelis an den Schulzen und von diesem an den Prediger geschehen. Der Schulze hat den Todesfall beim Gerichte und beim Landratsbüro angezeigt.

1852 - Johann Schmidt ist von der Wagendeichsel gefallen und überfahren.

1869 - Friedrich Schulze starb an den Folgen eines Unglücksfalles. Ein beladener Wagen war ihm über die Brust gegangen. Zacharias Niemann stirbt durch Überfahren, 42 Jahre alt.

1839 - Ein Maurergesell Joh. Reinemann ist von einem Gerüst gefallen im Steinbruch, hat sich den Kopf zerschmettert und ist tags darauf gestorben. In den Kalksteinbrüchen bei Sülldorf sind öfters Unfälle geschehen.

1847 es ist der Arbeitsmann Johann Lücke am 12. Jan.verschüttet und gestorben.

1868 fällt lt. KB ein 37 jähriger Rudolf Weinhard unter einen Berg Kohlen, die herabgefallen, wahrscheinlich in der Grube Altenweddingen.

Die Landstreicher und Heimatlosen verendeten des öfteren auf der Landstraße, so 1851 Louise Schwarz, diese Person ist auf der Chaussee zwischen hier und dem Körling mit erfrorenen Füssen gefunden, hieher gebracht und verpflegt. Am 12 Dez. ist sie von einem 5 Monate alten Kinde entbunden und tags darauf gestorben. Einen Pass oder eine andere Legimitation hat sie nicht gehabt.

1834 - Am 22. Nov. ist in der Gegend der steinernen Brücke der Leichnam eines neugeborenen Kindes gefunden worden und den 27. Nov. begraben.

1836 - Marie Krumfalke aus Osterweddigen, am 26. Nov. ist diese Person außerhalb des Dorfes, unter den Weiden bei der Amtsmühle tot aufgefunden worden und nach geschehener gerichtlicher Besichtigung beerdigt.

1866 - Auch die Kriege hinterließen im KB ihre Spuren.
Als Opfer des Kieges gegen Österreich werden gemeldet : Andreas Nehring durch einen Schuss durch die Brust tödlich verwundet. Christian Schäfer durch einen Granatsplitter im Unterleib und eine Kopfverletzung zu Tode gekommen. Friedrich Zabel starb an der Cholera in Erfurt in Lazarett, wenige Tage danach seine Ehefrau. Andreas Huchstedt im Magdeburger Lazarett ebenfalls an der Cholera.

1870 - Die Verluste an Menschenleben aus dem Kriege 1870/71 sind im KB nicht festgehalten. Wohl aber wird vermeldet, dass die Trauung des Barbiergehilfen Andreas Annecke aus Tarthun nach dem 1. Aufgebot nicht vollzogen werden konnte, da der Bräutigam zum Militäre einberufen wurde. Ebenso wird berichtet, dass Jacob Heinrich Gutjahr wegen des Krieges von einem Militärprediger in Magdeburg copuliert wurde. Im selben Jahre 1870 berichtet das KB: Frau Elisabetb Dorothea Güsewell, Ehefrau des Halbspänners starb durch Selbstentleibung. Sie wurde im Brunnen tot aufgefunden. Sie wurde in einem Gewölbe im Garten des Gatshofes "Zur Stadt Leipzig" (Körling) beigesetzt. (Wahrscheinlich, um der Selbstmörderecke des Friedhofes zu entgehen).

1871 wird am 10. Sept. ein Arbeitsmann Nitschke aus Tscherne bei Berlin am Wege liegend tot aufgefunden und in ein Lokal des hiesigen Gasthofes gebracht, wo er schon in den Nachmittagsstunden desselben Tages starb. Seine Personalien wurden seinem Dienstbuche entnommen.

1872 wurde unweit des Bahnhofs Heinrich Stahlhut erhängt aufgefunden.
Der frühere Kalkbrennereibesitzer August Heyger starb nach einem angeblichen Unfall, wahrscheinlich durch Selbstmord ,1870.

1848 - Nachzuholen sind noch einige Totmeldungen durch Schussverletzungen. Ein Jagdunfall?
Andreas Gottlob Hoffmeier, Häusler und Bäcker allhier. Am 24. Dez. ist der Verstorbenen morgens auf die Jagd gegangen und am 26. Dez. auf der Lgwd.- Bottmersdorfer Graune durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet gefunden worden. War es ein Unfall oder Mord, und wer war der Täter?

1868 - Als Nachtrag: am 20.Okt. 1868 endete hier durch Selbstmord der Handlungskommis Carl Bernard Horburg aus Stemmern, man fand ihn am Morgen des genanten Tages erschossen in einem Garten des Dorfes. Sein Leichnam wurde von seinen Angehörigen nach Stemmern geschafft und dort beerdigt.

1859 - Doch zum Schluß des Berichtes eine schreckliche Moritat: Noah, Juliane ward von ihrem Ehemann erschlagen. Ihr Leichnam wurde am 7. Nov. abends in der Dunggrube vor dem Hause aufgefunden, wovon der Pfarrer durch den Ortsvorsteher Nachricht empfing. Nach Erfüllung aller Vorschriften des Gerichts am 10. Nov. auf dem hiesigen Gottesacker beerdigt. Der Ehemann, der Mörder erhängte sich im Gefängnisse zu Wanzleben in der Nacht vom 9. zum 10. November.

Soweit die Besonderen Vorkommnisse des KB. Leider sind es fasst nur traurige Ereignisse, von denen es berichtet. Von den festlichen Höhepunkten im Leben seiner Menschen spricht es nicht. Vielleicht kann man aus der Zahl der Paten auf die Größe der Tauffeierlichkeiten schließen. Und wenn ein Ackermann die Tochter des Ackermanneg; heiratete, so dürfte auch die Hochzeit entsprechend dem Vermögen der Brauteltern ausgestattet worden sein. Wir dürfen nicht vergessen, dass ein KB,und wenn es noch so lückenlos die Jahrhunderte behandelt, keine Ortschronik sein kann.

Abgesehen von den Anfängen während des 30 jährigen Krieges, wo man aus den Eintragungen des Predigers Wellenberg Kriegsnöte und Vertreibung aus der Heimat erraten kann, bieten die Fakten des KB für den Chronisten nur das Gerüst. Aus zusätzlichen Quellen müßte man den Weg Lgwds. vom großen Bauerndorf der Börde zu seiner heutigen Struktur, der überwiegend von Pendlern Magdeburgs geprägten Mischsiedlung ländlichen Charakters zu erhärten versuchen. Das Gerüst hierfür hoffe ich im Vorstehenden aufgezeichnet zu haben.

Quellenangabe- Literaturverzeichnis.

1. Kirchenbücher von Langenweddingen
2. Kirchenbücher von Sern
3 . Fragmente einer Chronik von Lgwd.Verfasser unbekannt..
4. Auszüge und Bearbeitungen der KB von Bahrendorf,
5. Chronik von Osterweddingen
6.Chronik von Altenweddingen von Kratzenstein
7. Stasts-Archiv Magdeburg, Hegelstr.
8. Jahresschriften des Kreismuseums Haldensleben
9. Das alte Kirchenbuch erzählt ,Eule (Harbke)
10. Kreis Wanzleben.Eine Geographisch geschichtliche Skizze.
11.Chronik von Atzendorf, Carsted.
12. Festschrift d. Naturforscher u. Ärzte,Magdeb.1884
13. Geschichte der Medizin, 2 Bd • Diepgen 1951
14. Familiengeschichte Goedel
15. Mündliche Überlieferungen
16. Sittenbücher der Schule Altenweddingen 1864-1877
17. Grundriss der Geschichte der Medizin ,Haese 1884
18. Bau -u.Kunstdenkmäler des Kreises Wanzleben, Berger 19.Der Kreisarzt, Scholock, 1902


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