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Ohne Alkohol

In Boemenzin in der Altmark hat man im letzten Sommer einen Anbau an das Pfarrhaus errichtet und zwar, dass will was heißen haben alle Bauleute dabei keinen Alkohol genossen.
Der Pfarrer schreibt darüber im „Kirchlichen Gemeindeblatt für Bömenzien usw.“:
Bei der anstrengenden Arbeit und dem nachfolgenden „Richtfest“, die der dankbare Pfarrer den fleißigen Bauleuten gab, wurden nichts als sechs verschiedene alkoholfreie Getränke verschenkt: Markobrunner, reiner Traubensaft, kalter Rum- und Arrakpunsch ohne Alkohol und drei völlig schaumfreie Fruchtgetränke der Manganilgesellschaft zu Hannover, die den durstigen Kehlen herrlich mundeten und wirklich den Durst löschten. Auch schon bei der Maurerarbeit wurde von fast allen Bauleuten kein Alkohol genossen; ein erfreuliches Zeichen, dass die Erkenntnis doch schon zunimmt, wie unnötig die geistigen Getränke bei der Arbeit sind. So kann also über diesen Bau das Wort geschrieben werden:

 

„Erbaut ohne Bier und Branntewein,
soll dieses Haus ein Zeichen sein,
dass Zimmermann und Maurermann
gut ohne Alkohol bauen kann.“

Quelle: „Der Hausfreund“, Nr. 10/12, Oktober/Dezember 1909, Seite 79

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