as Vaterland braucht sie, darum geben wir sie willig her.
Den Werken des Friedens haben sie unter uns gedient. Als Werkzeuge des Krieges sollen sie nun den ersehnten, ehrenvollen Frieden erkämpfen helfen.
Am 9. Juni des Js. wurden die erst im Jahre 1911 neubeschafften 116 schönen Zinnpfeifen aus der Vorderwand unserer Orgel vom Orgelbaumeister Voigt herausgenommen und nach Erledigung der hierfür geltenden Vorschriften ( Herstellung einer genauen Skizze der bisherigen Pfeiferfelder-Ordnung im Maßstabe von 1:10) am 27. Juni d. Js . an die Metallsammelstelle abgeliefert. Die 116 Pfeifen unter denen 47 klingende waren, hatten ein Gewicht von 87,2 kg. Der dafür bezahlte Betrag ist als besonderer Bestand anzulegen und zu verwalten, bis es einmal später möglich sein wird, wieder neue Pfeifen zu beschaffen. Bis dahin - und das wird wohl von uns Alten kaum erlebt werden – werden die leeren Pfeifenfelder mit Stoff verkleidet werden, um den Staub abzuhalten und die Lücken zu verdecken. Mit der Wegnahme der 47 klingenden Pfeifen ist die wichtige Prinzipalstimme aus dem Orgelwerk ganz ausgeschieden.
Immerhin klingt aber die Orgel noch einigermaßen volltönig
.
Viel merklicher, weil mit mit unserem täglichen Leben enger verbunden, ist das Verschwinden unserer mittleren und kleinen Glocke.
Die aus dem Jahre 1585 stammende große Glocke ist uns wegen ihres geschichtlichen und künstlerischen Wertes bis auf weiteres gelassen worden. Unter großer Anteilnahme der Gemeinde wurde am Sonntag, den 8. Juli d. Js. der Hauptgottesdienst durch den nachfolgenden Gang ausgestaltet zu einer
Glocken Abschiedsfeier
Während des Hinausgehens der Gemeinde: Letztes gemeinsames Geläut aller drei Glocken.
An den beiden folgenden Tagen wurden die kleine und die mittlere Glocke oben auf dem Turme in Stücke zerschlagen und am 10. Juli d. Js. an die hiesige Metall-Sammelstelle abgeliefert. Ihr dort festgestelltes Gesamtgewicht belief sich auf 960 kg.