as war für sehr viele Familien unserer Gemeinde wieder ein wichtiger Tag, als am 11. April d. Js. unsere jüngsten Schulkinder zum ersten male den Weg zur Schule antraten. Nun sind sie so weit herangewachsen, dass das Lernen für sie anfängt. An der Hand des Vaters, der der Mutter oder älterer Geschwister kamen sie halb schüchtern, halb stolz auf den neuen Schulranzen, die Tafel und das erste Lesebuch in ihre Klasse, und kaum eins war unter ihnen, dass nicht befriedigt und froh am ersten Schultage heimkehrte. Das Stillsitzen, Aufpassen, richtig antworten und dergleichen will in der ersten Zeit nicht allen behagen, und die hochdeutsche Schulsprache klingt doch ganz anders als das gemütliche Plattdeutsch, dass bei den Eltern, Geschwistern und Spielgefährten so leicht über die Lippen ging. Aber bald gelingt es der geschickten und geduldigen Arbeit des Herrn Lehrers, die kleinen Neulinge zutraulich zu machen, in ihnen Lust und Liebe für die Anforderungen der Schule zu wecken und sie nicht nur in die Kunst des Lesens, Schreibens und Rechnens immer weiter einzuführen, sondern auch zur Ordnung, Sauberkeit, Fleiß und Gehorsam zu erziehen. Unterrichtend und erziehend, zu rechtem Wissen, Können und Wollen führend, so tritt die Schule als treue Mithelferin beim Werke der Erziehung dem Elternhause zur Seite.
Beide müssen, wenn das Erziehungswerk gelingen soll, Hand in Hand gehen, einander ergänzen und recht würdigen.
Ohne die Mithilfe des Elternhauses kann die Schule das Kind nicht zu einem braven, brauchbaren, frommen Menschen erziehen. Ebenso wenig vermöchten das auch die treuesten Eltern zu erreichen, wenn ihnen die Schule nicht einen großen Teil der Erziehungsarbeit abnehmen und lösen helfen würde. So sollen Schule und Haus nicht wider einander stehen, sondern miteinander an den jungen, für alles Gute und Edle offenen und empfänglichen Kinderseelen arbeiten. Gott segne diese gemeinsame Arbeit fort auch an unsern lieben jüngsten Schulkindern!
Neu aufgenommen und hier eingeschult wurden:
| 1.Knaben | 2. Mädchen |
| 1. Otto Aufzug | 1. Anna Appenroth |
| 2. Wilhelm Bader | 2. Emma Becker |
| 3. Karl Bartels | 3. Therese Bode |
| 4. Adolf Becker | 4 .Elli Eichenberg |
| 5. Willy Birkholz | 5. Luise Gallinger |
| 6. Heinrich Bunge | 6. Emma Gauditz |
| 7. Karl Dielenschneider | 7. Walli Grund |
| 8. Otto Dockhorn | 8. Anna Hesse |
| 9. Albert Dreyer | 9. Martha Heutling |
| 10.Ernst Everling | 10. Luise Holter |
| 11. Hermann Feldmann | 11. Frida Immenroth |
| 12. Walter Flacke | 12. Katharina Lange |
| 13. Friedrich Friedenreich | 13. Anna Laudan |
| 14. Albert Heikrott | 14. Berta Laudan |
| 15. Richard Hühr | 15. Ella Ludewig |
| 16. Christian Klinkerfuß | 16. Magdalene Reckling |
| 17. Albert Lier | 17. Emma Schladitz |
| 18. Ernst Lier | 18. Helene Schlendorn |
| 19. Ernst Linde | 19. Hanna Schroeder |
| 20. Alwin Lücke | 20. Minna Stieger |
| 21. Otto Metz | 21. Elsbeth Thielebein |
| 22. Fritz Müller | 22. Lieschen Tiemann |
| 23. Otto Müller | 23. Emmi Wasserthal |
| 24. Adolf Rose | |
| 25. Walter Scheibe | |
| 26. Arthur Schnabel | |
| 27. Friedrich Schulze | |
| 28. Arthur Schnabel | |
| 29. Otto Steinemann | |
| 30. Richard Wernthal | |
| 31. Gustav Zeise | |
| 32. Albert Zillger | |
| 33. Fritz Zillger |