668
und vermutlich schon davor wurde die St. Stephanuskirche (in Schleningen) erbaut und stand vermutlich auf der nördlichen Anhöhe des Dorfes, wo später die Plattmühle stand. Sie war die bedeutendste Kirche im Bereich zwischen Elbe, Saale, Bode, Ohre, Olve und Sohre. Daneben war sie die Taufkirche für den langen Bezirk (von Löderburg, Unseburg bis vor Magdeburg) ihr waren 24 Kirchen im Umkreis unterteilt.
21.09.937
Bewidmung von Osterwattinge, Sülldorf, Immenwattinge an das Moritzkloster Magdeburg durch Otto I
23.04.941
Otto I schenkt Besitzungen in der Wendelhäuser Mark an das Bistum Halberstadt und macht dadurch die Besitzungen des Moritzklosters in dieser Gegend ( Immenwattinge usw.) vom Bistum Halberstadt zentfrei
29.07.946
Otto I tritt Besitzungen, unter anderem auch in Westerwattinge (das heutige Langenweddingen) 7 Hufe Land, an das Bistum Halberstadt ab und macht somit das Moritzkloster in Magdeburg frei von allen Abgaben an das Bistum Halberstadt
1074
von Heinrich IV bedrängt sah der Priester der Stephanuskirche den Wein beim Sakramente sich sichtbar in Blut färben und brachte diesen nach Magdeburg
1211
Die St. Stephanikirche wird nachweisbar gegründet. Hier ist die Quelle (Rektor Hofmeister) etwas unklar, er schreibt einerseits, dass die St. Stephanuskirche wohl schon 668 bestanden haben soll und beschreibt auch ein Ereignis um 1074 in dieser Kirche. Sollte das Datum um 668 stimmen, dann ist die St. Stephanuskirche eine der ersten Kirchen überhaupt im Bereich nahe der Elbe und bestand noch vor der berühmten Missionierung der Germanen durch Bonifatius, der erst 672/675 geboren wurde.
1295-1307
*Tempelritter in Langenweddingen.*
Der Templerorden (eigentlicher Name: /Arme Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel/) war ein geistlicher Ritterorden, der durch die Kreuzzüge entstand, ähnlich dem Johanniter oder Malteserorden.
Viele Mythen und Geschichten ranken sich um diese geheimnisvolle Bruderschaft von adligen Mönchen.
Fakt jedoch ist, dass die Templer das heilige Land von den "Heiden"
befreien und den Weg für christliche Pilger freimachen und diese beschützen wollten.
Um dies zu bewerkstelligen waren in ganz Europa Finanzen zu organisieren.
Das erfolgte größtenteils über Komtureien, die einerseits die verstreuten Besitzungen verwalteten und so Geld erwirtschafteten, andererseits über erste Geldverleihgeschäfte.
Eine dieser Komtureien hatte ihren Sitz in der Wichmannsburg in Wichmannsdorf in der Nähe von Haldensleben. Wichmannsdorf sowie die Burg sind nach der Auflösung des Ordens 1307 wüst.
Durch die Aufnahme von Adelssöhnen oder andere Gefälligkeiten wurden immer wieder Besitzungen dem Templerorden übereignet.
1295 schenkte so der Erzbischof von Magdeburg dem Templerorden die Pfarrkirche St. Georg zu Langenweddingen. Die verantwortliche Konturei hierfür war in der Wichmannsburg.
1307 fiel nach der Auflösung des Ordens, St.Georg zurück an den Erzbischof und unterstand somit wieder dem Domprobst von Magdeburg.
"Templerlexikon" - Projektleitung: Dr. A. Napp,
Universität Hamburg Artikel von Frank Sengstock
1363
laut Landfriedensurkunde sind Ritter Hermann von Wellen, Knappe Hans von Weddingen, Richard Rike ansässig in diesem Ort und müssen mit 15 Bauern Heeresfolge leisten.
1398
gehören 24 Kirchen der Umgebung zum Großweddinger Banne
Mitte 14. Jahrhundert
Langenweddingen wird durch 5 Tore geschützt durch
| Norden | Kirchtor |
| Osten | Kreipsche Tor |
| Wolfscharttor | |
| Steintor | |
| Schlensche Tor |
miteinander verbunden durch Wälle oder Planken.
| Genannt werden die Dorfstraßen: | Lange Straße |
| Osten | Kreipe |
| Kirchstraße | |
| Kreplinger Straße |
Vorhanden waren 3 Mühlen; Amtsmühle, Mittelmühle, Kirchmühle
1467
Brüder Dietrich und Klaus von Wellen erhalten durch einen Lehnbrief fünf Bierding Geld, 3,5 freie Hufen Land und 2 freie Wohnhöfe.
1538
Einführung der Reformation in Langenweddingen
1563
bei einer Kircheninvitation das größte Dorf bei Magdeburg mit 104 Hauswirten,
St. Stephani in Schleningen wird als "wüst" bezeichnet
1563- 1672
'Langenweddingen gehört zum Amt Hadmersleben
10.03.1640
Petrus Wellenberg übernimmt neben seiner alten Pfarrei und der Diesdorfer die Langenweddinger Pfarrei.
13.04.1641
die Gemeinde flieht in das befestigte Wanzleben
Juli 1641
die Gemeinde flieht nach Magdeburg
1644
während des 30-jährigen Krieges mussten die Gemeindemitglieder den Ort verlassen und ins Exil gehen
ab 1647
kehrt Ruhe ein, es werden 8 Geburten im Kirchenbuch vermeldet
ab 1652
Die Schrecken des blutigen dreißigjährigen Krieges hatten auch Langenweddingen schwer betroffen. "Ist doch unser Ort" - so berichtet der damalige Pfarrer Kasper Große - nicht allein vielfältig ausgeplündert, sondern oft viele Monate von allen Einwohnern ledig gestanden und ein wüster Ort und eine Höhle für Räuber und Plünderer gewesen: Sind dahero die Gebäude im Dorfe fast alle niedergerissen und das arme Gotteshaus sehr verwüstet und verdorben worden. Weil aber die große Gnade Gottes den edlen und mit vielen Millionen Zeufzern erlangten güldenen Frieden diesem Lande hat wieder erblicken lassen, so ist diese Kirche und dieser Turm wieder nach Notdurft reparieret, war am Gründonnerstage, den 15. April 1652. Gotte allein sei Ehre in alle Ewigkeit."
Originaldokument: (PDF)
1684
nach dem Dreißigjährigen Kriege werden 108 Hauswirte und 10 wüste Kosattenhöfe gezählt. Jeder Ortsteil hat noch seinen „Hirten“ (Kreipe, Schleningen, Westerwattinge) insgesamt dann Großweddingen bzw. Langenweddingen.
1781
hat das Dorf 825 Einwohner
1778
baute man in Langenweddingen die erste englische Dampfmaschine in Preußen auf.
1803
1803 am 4. Dezember wird das Jubiläum der Kirche gefeiert.
Die Beschreibung dieses Festes findet sich in der Dorf-Chronik, wie auch die Feier der Reformation.
19.Okt.1806
Bei der Zuversicht der Französischen Armeen am 19. Oktober 1806 hat die Gemeinde durch Plünderung und Requisitionen viel gelitten, so dass hierdurch, wie durch die häufigen Einquartierungen das Aufblühen des Wohlstandes sehr aufgehalten wurde.
Die niedrigen Getreidepreise trugen das Ihrige dazu bei. Der Weizen kam in manchem Jahre auf 20-22 sg, der Rggen auf 13, die Gerste auf 12, der Hafer auf 8 sg hinunter.
05.05.1809
nach dem Gefecht bei Dodendorf lagert Major von Schill mit seinem Freicorps auf dem Anger, tränkt "An der Tränke" die Pferde, versorgt die Verletzten und zieht gegen Abend weiter nach Wanzleben um dort Quartier zu nehmen.
1813
Das Jahr 1813 am Ende und 1814 am Anfange war auch eine schwere Zeit, da die verlegung der Festung Magdeburg und die Belagerung derselben durch die Russen und Preußen, wobei den Ausfällen aus der Stadt Pferde , Kühe, Schweine, Schafe, Korn, Heu, Stroh p.p. u. ihre Leute teils durch Plünderung teils durch Requisitionen von ihnen gefordert wurden, dabei noch schwere Kriegskontributionen aufgebracht werden mussten, als eine fast nicht zu ertragende Last auf der ganzen Umgebung von Magdeburg lag, bis durch Gottes Gnade die durch den Pariser Frieden ( Juli 1814 ) bewirkte Übergabe von Magdeburg die Gemeinde von dieser Last befreiete. Von dieser Zeit an blühte der Wohlstand immer mehr auf, insbesondere, weil von 1818-1820..
1817
am 31. Oktober bei dieser Feier wurde die Union der lutherischen u. reformierten Kirche eingeführt.
1818 - 1820
alles Feld vermessen und dabei durch Austausch die kleinen Ackerstücke, die sehr oft in Krümmungen sich hinzogen und geradlienige Flächen jetzt von bedeutender Größe gelegt wurden, auch eine mehr rationellere Ackerwirtschaft, namentlich im Anbau von Futtergewächsen, sich Bahn brach und die Gemeinde von großen Unglücksfällen als Feuer, Hagel und dergleichen verschont blieb.
1818
hat das Dorf 1000 Einwohner
1826 - 1827
ist die Chausse von Ottersleben nach Egeln gebaut.
1830
wurden beide Geschlechter in den beiden oberen Schulklassen vereinigt, auch wurde in diesem Jahre am 25. Juni das 300-jährige Jubiläum des Augsburgischen Bekenntnisses gefeiert.
1832
wurde ein neuer Begräbnisplatz auf Kosten der Gemeinde eingerüstet und am 21. August eingeweiht.
1833
sind die Kirchenfenster weiter nach unten hin ausgebrochen und mit eisernen Rähmen versehen. Die Kirche aus welcher außerdem die Todtenkronen entfernt wurden, hat dadurch sehr an Licht und Freundlichkeit gewonnen.
1839
ist das Elementarschulhaus gebaut, es hat 2995 gekostet ( vermutlich Reichstaler).
1840
schon 1454 Einwohner,
175 Wohnhäuser,
15 Ackerhöfe,
15 Halbspänner,
48 Kosatten,
80 Häusler,
131 Einlieger,
4 Krüge,
7 Gemeindehäuser,
4 Wind- und 4 Wassermühlen (die Meiersche-, Mittel-, Kirchen- und Plathmühle)
1842/1843
ist die Eisenbahn von Magdeburg nach Halberstadt gebaut.
Die Pfarre hat - in Entschädigung für etwa 107 - Acker 186? - 16?- erhalten, für den bei Erbauung der Chausse verlorenen Acker
1843
ist die Orgel umgebaut und mit einigen Stimmen vergrößert auch mit einem neuen Gehäuse versehen. Kosten 1127-?
1844
ist der kleine Garten vor dem Pfarrhaus angelegt
1845
ist die Gemeinde- Lesebibliothek angelegt, teils durch freiwillige Gaben teils durch das Lesegeld von einigen und neunzig -- u 10-jährlich. Zuerst wurden 109 Bände angeschafft, jetzt 1855 haben wir den 300.
1846
ist ein neues Klassengebäude für die II. Klasse erbauet und die II. Klasse vergrößert. Kosten 984-?
1853
sprang die kleine Glocke und am 13. August ist die neue, vom Glockengießer Engelke in Halberstadt gegossen, dafür aufgehängt. Gewicht 5 Ctr.38 Pfund, Kosten 84.4--?
1847
Im Jahre 1847 ist der Anfang gemacht, die Dorfstraße zu pflastern, es wurden zunächst 400-? verwandt, welche für Lieferungen aus den Kriegsjahren gezahlt waren.
Was den kirchlichen und moralischen Zustand der Gemeinde betrifft, so ist die Kirche des Vormittags gut besucht, doch kommen die Leute aus dem Arbeiterstande selten: des Nachmittags ist die Kirche leer.
Die Anzahl der Confitanten ist seit langer Zeit immer geringer geworden, im Jahre 1854 war sie leider nur 567.
Das Laster der Trunkenheit hat abgenommen, Einbrüche und Raubeinfälle sind selten, jedoch ist die Kirche mehrere Male bestohlen, aber wahrscheinlich nicht durch Ortseingesessene.
Bald nach den Diebstählen ist die Kirche zu verschiedenen Malen von unbekannten milden Gebern mit Altar- u. anderen Decken, mit Handtüchern p.p. beschenkt.
Feld und Gartendiebstahl kommt noch immer vor, doch nicht mehr so häufig, als noch vor 5 Jahren.
Notitz am Rande:
| Schulkinder | I. | Kl. | 95 | |
| II: | KL. | 101 | ||
| III. | KL. | 114 | ||
| 310 |
Häuser 180, Einwohner 1630.
| Lehrer sind jetzt: | Dietrich Habenicht | Cüster u. Organist |
| Friedrich Vahldiece | Cantor | |
| Carl Klein | Elementarlehrer |
Kirchenvorsteher: Franz Reckleben sen. u. Christoph Schneidewind
Ortsvorsteher: Carl Peine, Schöppen: Christian Peine und Trenne
1848
Auch das verhängnisvolle Jahr 1848 ging ohne Gewalttätigkeiten, wie sie noch in anderen Orten vorgekommen sind, vorrüber.
Im Jahr 1848 kommen hier im Orte die ersten Todesfälle an der Cholera vor, während diese fürchterliche Seuche an anderen Orten der Umgegend schon im Jahre 1831 viele Opfer gefordert hatte .
1849
Auch im Jhre 1849 sterben hier 23 Personen an dieser Krankheit, bis zum Jahre 1850 in der Zeit von 6 Wochen von Mitte Juli an, 127 Menschen dahinraffte. Es war dieses Jahr überhaupt ein Jahr großer Sterblichkeit, denn statt sonst bei einer Bevölkerung des Dorfes von etwa 1600 Seelen, durchschnittlich 38 sterben, erreichte die Sterblichkeit in diesem Jahre die Höhe von 183. Seit dieser Zeit sind wir bis jetzt verschont geblieben. Jetzt ist die Krankheit wieder in Magdeburg, Buckau, Fermersleben, Dodendorf u.a. Orten in der Nähe.
Die im Jahre 1849 vollendete Sagration der hiesigen Feldmark wird auch hier, wie anderwärts, wo sie schon früher vorgenommen ist, ihren entgültigen Einfluß auf Ackerwirtschaft und deren Ertrag immer mehr äußern. Durch die Separation wurde der Besitzstand der Pfarre auf 218 Morgen 67 ? . des ? auf 18 Morgen und der, der beiden niederen Lehrer auf 2 Morgen festgesetzt.
1853
Sehr aufgehalten wurde das --?-- des Wohlstandes durch ein furchtbares Hagelwetter, welches am 8. Juli 1853 Nachmittags etwa um 2 Uhr die in schönster Pracht stehenden Fluren fast gänzlich verwüstete. Dieses Hagelwetter erstreckte sich vom Rhein bis Düsseldorf an bis in die Gegend von Zerbst, und viele Gemeinden in der Nachbarschft, Wanzleben, Schleibnitz, Osterweddingen, Dodendorf, Sülldorf, Altenweddingen, Bahrendorf sind wie wir davon betroffen, Schreiber dieses hat einige Hagelstücke , nachdem schon ein guter Teil davon abgethauet war, gewogen und sie über 2 Loth schwer gefunden. Es trat in Folge davon und in Folge der nächsten nicht ergiebigen Ernten -?- ein sehr bedeutendes Viehsterben und auch der Kriege Frankreichs u. Englands gegen Russland, eine schwere Zeit ein, die bis jetzt noch fortdauert, wo der Wispel Weizen 98 - 104-, der Roggen 70 - 80, der Gerste bis 56, der Hafer bis 32-, das Pfund Brot 1/4 das Pf. Schweine- und Rindfleisch 6- , Hammelfleisch 4-, Kalbfleisch 4- kostet. Ein gutes Ackerpferd wird mit 30 - 40 ?, eine Kuh mit 60 - 80- ? bezahlt.
Wegen der seit 8 Jahren grassierenden Kartoffelkrankheit und des häufigen Befallens der Kartoffeln, ist diese Frucht, welche schon zu 4 - der Wispel verkauft ist, und davon gewöhnlicher preis 10 15 - ist, im Jahre 1854/55 zu dem enormen Preise von 24 bis 30 - gestiegen.
( Die Krankheit zeigt sich an der Kartoffel in schwarz-braunen Flecken, die nach und nach immer tiefer eindringen, bis die ganze Frucht verfault ist. Über die Veranlassung zur Krankheit und die Mittel dagegen, steht noch nicht fest.)
Der Arbeitslohn ist wegen der vielen neu angelegten Zucker- Spiritus- , Zichorien und anderer Fabriken sehr gestiegen, 10- für 9 Stunden Arbeit ist das Gewöhnliche, auf Accord verdienen die Leute durch Graben, - bis zu 20-.
1880
wurde das Pfarrhaus für 21.818 Mark erbaut.
1884
wurden am 4. Januar auf Grund der Kirchengemeinde und Synodalordnung vom 10. September 1873 hier die ersten Kirchenältesten und Mitglieder der kirchlichen Gemeindevertretung gewählt.
1884
wurde durch die Ortsgemeinde das bis 1895 zu Schulzwecken dienende Amtsgebäude errichtet. Die Kosten beliefen sich auf 15 000 Mark . (Lange Straße)
Am 28. Oktober 1885
wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet, welche zur damaligen Zeit 57 aktive Mitglieder zählte.
Am 3. Juli 1891
wurde die Landgemeindeordnung für Preußen Gesetz.
1895
erbaute die Ortsgemeinde das neue Gemeindeschulhaus mit Nebengebäuden für 26.500 Mark.
1905
In unserer Kirchengemeinde wurden
lebend geboren:
87 Kinder, darunter leider 11 uneheliche.
Getauft: 77, ungetauft verstarben 8.
Konfirmiert: 57 junge Christen.
Getraut: 18 Paare.
Nur 7 mit kirchlichen Ehren.
Zum heiligen Abendmahle gingen 447 Gemeindemitglieder, also nur etwa der vierte Teil aller Abendmahlmündigen.
Verstorben sind 56. Drei Gemeindemitglieder legten Hand an ihr Leben. Von den Verstorbenen waren 33 noch nicht 14 Jahre.
1906
wurde das kirchliche Gemeindeblatt "Der Hausfreund“ begründet und die Konfirmandensparkasse eingerichtet. Konfirmand 1914
Kirchliche Nachrichten vom Jahre 1906
Lebend geboren:
96 Kinder (darunter 10 uneheliche), 54 Knaben und 42 Mädchen.
Getauft: 93 Kinder, darunter 10 aus dem Jahre 1905. Ungetauft sind 3 Kinder verstorben.
Konfirmiert: 53 junge Christen, 28 Knaben und 25 Mädchen.
Getraut: 22 Paare, von denen 10 die kirchlichen Ehren verscherzt hatten.
Zum heiligen Abendmahle kamen von rund 1700 Abenmahlmündigen nur 486 Gemeindemitglieder, nämlich 188 männliche und 298 weibliche.
Verstorben sind 47 Gemeindemitglieder (darunter 3 durch Selbstentleibung), 28 männliche und 19 weibliche. Hinzu kommen noch 2 Totgeburten.
Von den 47 Verstorbenen waren
| a) Kinder unter 14 Jahren | 22 |
| b) Ledige | 4 |
| c) Verheiratete | 12 |
| d) Verwitwete | 9 |
1906/7
ist die Chaussee nach Schleibnitz erbaut worden.
Von den 54.702 Mark Kosten brachten 35.000 Mark die Interessenten auf.
Kirchliche Nachrichten vom Jahre 1907
Lebend geboren:
96 Kinder, (darunter 13 uneheliche), 46 Knaben und 50 Mädchen
Getauft: 89 Kinder, darunter eins aus dem Jahre 1905 und 7 aus dem Jahre 1906. Ungetauft starben in den ersten Lebenstagen 4.
Konfirmiert: 48 junge Christen, 21 Knaben und 27 Mädchen.
Getraut: 33 Paare, von denen 22 die kirchlichen Ehren verscherzt hatten.
Zum heiligen Abendmahle gingen 373 Gemeindemitglieder, 137 männliche und 236 weibliche. Hiernach blieben 78 Prozent der Abendmahlmündigen dem Tische des Herrn ganz fern.
Verstorbene: 65 Gemeindemitglieder (darunter 1 durch Selbstentleibung), nämlich 38 männliche und 27 weibliche. Hinzu kommen noch mehrere Totgeburten.
Von den 65 Verstorbenen waren:
| a) Kinder unter 14 Jahren | 33 |
| b) Ledige | 3 |
| c) Verheiratete | 18 |
| d) Verwitwete | 11 |
1909
Langenweddingen hat 2600 Einwohner, eine 7-stufige Schule mit 10 Klassen, eine evangelische und katholische Pfarrei.
06.07.1909
Einweihung des Gedenksteins zu Ehren Major von Schills Aufenthalt in Langenweddingen.
Dezember 1909
Einführung von Gasbeleuchtung für Strassenlampen einschließlich der anliegenden Haushalte.
In unserer evangelischen Kirchengemeinde sind im Jahre 1909
Lebend geboren worden:
52 Knaben und 33 Mädchen. Von diesen 85 Kindern waren
13 (!) außereheliche, also fast jedes 6.Kind.
Getauft wurden: 71 Kinder, von denen 7 im Jahre 1908 geboren worden waren. 6 Kinder starben ungetauft.
Konfirmiert wurden: 31 Knaben und 32 Mädchen.
Kirchlich getraut wurden 22 Paare, von denen 9 Paare den Anspruch auf kirchliche Ehren verscherzt hatten.
Zum heiligen Abendmahle gingen nur 383 Gemeindemitglieder, 151 männliche und 232 weibliche.
Von den abendmahlsmündigen Gemeindemitgliedern halten sich demnach 80 Prozent dauernd fern vom Tische des Herrn.
Verstorbene sind (nach Abzug von 4 Totgeburten) 45 Gemeindemitglieder, 22 männliche, 23 weibliche. Von den Verstorbenen waren 11 noch Kinder. Vier verstorbene legten Hand an sich selbst.
1910
beginnende elektrische Stromversorgung
unser Ort hat jetzt 322 Häuser und 2961 Einwohner
1911
Zum ersten Rektor in Langenweddingen wurde Herr Rektor Otto Schulz aus Magdeburg von der Königlichen Regierung ernannt, diese Stelle wurde vorher vom Ortsschulinspektor ausgeübt.
1915
Seit Anfang August ist mit kirchlichen Mitteln eine so genannte „Kinderspielschule“ versuchsweise eingerichtet worden. Sie will den auf Arbeit gehenden oder sonst beanspruchten Müttern ermöglichen, ihre im Alter von 2-5 Jahren stehenden Kindern kostenfrei in geeigneter Obhut zu wissen

Historische Karte Langenweddingen
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